Klappern

Weil nach altem Brauch vom Gloria der Messfeier am Gründonnerstagabend an bis zur Osternachtsfeier die Glocken schweigen, um auch die Erinnerung an die "glockenlose Zeit" der ersten Jahrhunderte wach zu halten, wird geklappert, um die Gläubigen an regelmäßige Gebets- und Gottesdienstzeiten zu erinnern (da ja bis zu Beginn unseres Jahrhunderts die Zeit fast ausschließlich vom Stundenschlag des Kirchturms signalisiert wurde).

Es wird immer noch erzählt, die Glocken würden nach Rom geschickt, um dort neu gesegnet zu werden. Das ist zwar ein "Ammenmärchen", aber es stimmt, dass auch teilweise in evangelischen Kirchen nicht geläutet wird, weil das ein Zeichen der Trauer über das Leiden und den Tod Christi ist.

Der Brauch ist sehr eng mit dem kirchlich-gottesdienstlichen Leben der (kath.) Pfarrgemeinden verbunden. Immer wieder wird versucht, das Klappern und Rasseln in vorchristliche Zeiten und ihren Riten zu vermuten, etwa um die Wintergeister mit Lärm zu vertreiben oder den Frühling herbeizurufen. Dafür gibt es wenig Anhaltspunkte.

In Auw gehen die Kinder bis sie aus der Schule kommen am Karfreitag, Karsamstag und am Ostermorgen im Dorf umher. Als Belohnung für ihre Mühen bekommen sie Geld, Süßigkeiten und Ostereier.

Es sind in Auw folgende Rufe gebräuchlich:

Klappern-Bildergalerie (von 1989 - Heute)

Geklappert wird mit Kistenklappern, "Flip-Flop's" und "Fräschen". Bei der Kistenklapper schlagen Holzhämmerchen auf ein Schallbrett. Bei den "Fräschen" bewegt ein von einer Kurbel bewegter Zahnkranz die Schallbretter. Meistens sind es altehrwürdige Gerätschaften aus Familienbesitz, die von Generation zu Generation weitergegeben und ab und an nach Verschleiß ersetzt werden. Oftmals werden sie im Eigenbau hergestellt.